Rezensionen

 

 

  • Ein ganzes Leben

    Seethaler, Robert

    Als Andreas Egger in das Tal kommt, in dem er sein Leben verbringen wird, ist er vier Jah... mehr

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Die Einfachheit des Seins


 Der schweigsame Andreas Egger hat ein karges und arbeitsreiches Leben geführt. Als ungeliebtes „Bankert“ kommt der Vierjährige ins Alpental, nur ein Beutel mit ein paar Scheinen bringt den Großbauern Kranzstocker dazu, das unehelich geborene Kind einer Schwägerin aufzunehmen. Von den Prügeln der lieblosen Kindheit bleibt ein hinkendes Bein, dennoch wächst der Egger zu einem starken, jungen Mann heran. Kraft und Ausdauer sind sein Kapital, jede Arbeit ist ihm recht. Die Begegnung mit dem Tod und die Liebe zu Marie verändert ihn: „Ein Mann möge den Blick heben, auf dass er möglichst weit über sein Fleckchen Erde schaue“. Er schließt sich einem Arbeitstrupp an, der eine der ersten Seilbahnen baut. Damit bricht der Lärm in die Ruhe der Bergwelt ein, doch kommt nun auch Elektrizität und Tourismus in das entlegene Dorf. Tragisch endet die glückliche Zeit mit Marie, was bleibt, ist die Arbeit und der Krieg, die Kriegsgefangenschaft, die Rückkehr. Der Zufall bringt dem Egger im Alter noch ein Auskommen als Bergführer. Die Bergfaszination der Touristen, der Einzug des Fernsehens im Dorf, die ersten Schritte auf dem Mond, all das verwundert den in sich ruhenden alten Mann. Er hat sein Leben gelebt, es gab großartige Momente und manchmal dehnte sich die Zeit, im Guten wie im Schlechten. Doch ist alles ganz gut gelaufen, so sein Resümee. Wie viel Demut und Stärke braucht es für Glück? Ein ganzes Leben.

 

 

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  • Wir sind doch Schwestern

    Gesthuysen, Anne

    Die wahrscheinlich fabelhaftesten Großtanten der Welt
    Katty, Martha und Adele treffe... mehr

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Familientreffen am Niederrhein


Auf dem Tellemannshof in Wardt nahe Xanten soll ein großes Fest ausgerichtet werden, denn Gertrud Franken feiert ihren Hundertsten. Sie ist die älteste der drei rüstigen Schwestern, Paula folgt ihr mit 98 Jahren, während Katty, die dritte im Bunde erst 84 Jahre zählt. Katty trifft alle Vorbereitungen für das große Ereignis, denn in der bäuerlichen, traditionsreichen und erzkatholischen Gegend wird gern gefeiert und getrunken.


Doch der fröhliche Anlass rührt auch an alten Wunden. So bleibt Gertrud unversöhnt, wenn sie an Heinrich Hegmann, den verstorbenen Besitzer vom Tellemannshof und den großen CDU-Politiker, denkt. Er hatte seinerzeit Gertruds Heirat mit seinem Bruder aus finanziellen Gründen verhindert. Seine politische Karriere verdankt er zum großen Teil ausgerechnet Gertruds Schwester Katty, die als Haustochter auf dem Hof gelernt hatte und dort als Wirtschafterin geblieben ist. Ihr unermüdlicher Einsatz und enges Verhältnis zu Heinrich hat zu vielen Konflikten geführt.


Die Autorin verwebt Gegenwart und Vergangenheit, die Lebensausschnitte der drei Schwestern umfassen Familien- und Zeitgeschichte eines beinahe ganzen Jahrhunderts. Und das – wie eine Rezensentin so treffend äußert – in einer gelungenen Mischung aus „tratschig und trocken“. So sind es neben dem bäuerlichen Alltag und dem politisch wechselvollen Geschehen jener Zeit besonders die drei betagten Schwestern, die einem mit ihrer Lebensklugheit, ihrem Eigensinn und ihrem Humor ans Herz wachsen.

Anne Gesthuysen, die Autorin, Journalistin und ARD-Fernsehmoderatorin, hat die Lebensgeschichten ihrer drei Großtanten aufgearbeitet, damit ist ihr ein fesselnder und intelligenter Familienroman gelungen.


 

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 Vom Literaturkreis empfohlen:


In einem kleinen Dorf in den Savoyer Alpen liegt die Heimat des Pariser Psychiaters Paul Denome. Dorthin kehrt er zurück, nach 30 Jahren, verkauft den Hof seiner Eltern und entschließt sich, das benachbarte Chalet zu erwerben, ein Haus voller Erinnerungen. Als 16jähriger war er sehr verliebt in die gleichaltrige Claire, die dort den Sommer mit ihren Eltern verbrachte. Claire wurde damals umgebracht, man fand ihre Leiche am nahegelegenen Gebirgsbach, der Mord wurde nie aufgeklärt. Im Chalet, das seitdem unverändert geblieben ist, begegnet Paul der Konzertpianistin Beatrice, der jüngeren Schwester Claires. Ihre Ähnlichkeit mit Claire lässt die Vergangenheit nicht nur für Paul, sondern auch für die Bewohner im Dorf wieder lebendig werden. 


Ein kleiner, feiner, etwas anderer Kriminalroman, ein gelungen literarisches Konstrukt, das von Liebe, Verdrängung und Schuld handelt. Sprachlich poetisch und sensibel, atmosphärisch ein Kleinod. Unabwendbar scheint die dörfliche Abgeschiedenheit archaische Kräfte heraufzubeschwören, hängt wie ein Damoklesschwert über dem unberührten Naturidyll und sorgt für dauerhaft untergründige Spannung.

 

 

  • Das Gedächtnis des Wassers

    Gantheret, Francois

    Tragische Liebesgeschichte
    Ein Dorf in den Savoyer Alpen. Dreißig Jahre nach dem gew... mehr

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